
Ein Haarpflegespezialist auch Frisör genannt in der Schweiz Coiffeur, ist ein Experte für die Pflege des Kopfhaares und die Gestaltung der Frisur. Ein besonders kreativer Haarkünstler wird als Hairstylist bezeichnet.
Im deutschsprachigen Raum gilt der Beruf historisch als eine Frauendomäne. Noch 2010 lag der Frauenanteil bei Ausbildung und Berufsausübung bei 82 %. Im deutschen Raum stieg der Männeranteil bei Lehrverträgen zur Friseurausbildung bis 2023 auf rund ein Drittel.
Die Bezeichnung Friseur stammt aus dem Französischen, wo das Verb friser für das Kräuseln der Haare steht. Im Deutschen ist die Bezeichnung seit dem späten 17. Jahrhundert in Gebrauch. Interessanterweise war der Begriff im Französischen selten verwendet und ist mittlerweile veraltet; in Frankreich heißt der Beruf – entsprechend der Deutschschweiz – Coiffeur (aus franz. coiffer „frisieren“).
Die weibliche Form der Bezeichnung ist in Deutschland Haarkünstlerin, in der Schweiz Coiffeuse. Ursprünglich lautete die Bezeichnung in Deutschland Friseuse. Die Duden-Onlineausgabe weist darauf hin, dass die Bezeichnung Friseuse umgangssprachlich ist und als abwertend gilt; die amtliche Form lautet Friseurmeisterin. Vermehrt wird in Deutschland auch der Begriff Hair-Stylistin verwendet. Ältere deutsche Bezeichnungen waren Haarformer. Ein Barbier ist gewöhnlich ein Männerfriseur.
Nach zwei klassischen Komödien wird die Bezeichnung der Name Figaro gelegentlich als Begriff für einen Friseur verwendet. Beide Komödien – „Der Barbier von Sevilla“ und Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit – wurden Gegenstand berühmter Opern: Gioacchino Rossinis Oper Der Barbier von Sevilla und Mozarts Le nozze di Figaro (Die Hochzeit des Figaro).
Die Friseursalons in Deutschland trugen lange Zeit überwiegend lediglich den Namen des Betreibers. Ab etwa 2000 wurden, vor allem in urbanen Zentren, einprägsame Salonnamen mit Wortspielen Mode, zum Beispiel „Vier Haareszeiten“ als Beispiel. Einige Friseursalons gliedern – in Abhängigkeit von Erfahrung – verschiedene Leistungsstufen, die sich für die Kunden auch in einer entsprechend höheren Vergütung niederschlagen.
Ein klassischer Barbierer (wie in Frankreich oder Italien unter „barbier“ bekannt, von dem spätlateinischen Begriff „barbarius“ für Bartscherer, stammend von der lateinischen „barba“ – also „Bart“), wurde im Frühneuhochdeutschen als Barbierer bezeichnet.
Ein Barbier behandelt männliche Kunden, er frisiert, kürzt oder entfernt Barthaar und ist in Deutschland im Gegensatz zum Friseur nicht dem Handwerk zugehörig. Wenn es um Kopfhaar geht ist laut deutschem Recht eine dreijährige Ausbildung mit Abschlussprüfung notwendig.
Im Mittelalter und in der beginnenden Neuzeit fanden sich Barbiere in Badehäusern – sowohl in Europa als auch in Ländern des Orients.
In den europäischen Badestuben übernahmen sie vielfältige Aufgaben im Bereich der Körperpflege. Auch Badeknechte, Wundärzte bzw. Barbierchirurgen und Krankenpfleger wurden als Barbierer bezeichnet. Zu ihrem Aufgabenbereich gehörten unter anderem das Zähneziehen, der Aderlass und die Verabreichung von Klistieren.
In der Neuzeit nahm der Barbierberuf die Form des Herrenfriseurs an, der sich auf das Schneiden und Pflegen von Kopf- und Barthaar spezialisierte. Im 20. Jahrhundert geriet dieser Beruf in Vergessenheit. Ab ca. 2010 kehrt der klassische Barbershop-Stil zurück. In der Szene moderner Barbiere findet man meist die englischen Termini: Barber für den Barbier und Barbershop für dessen Salon.
Bereits im 8. Jahrhundert existierte das Berufsbild des Barbiers in Europa. Man unterschied zwischen rasator (fürs Rasieren) und sanguinator (fürs Blutlassen). In einer um 1284 verfassten Bestimmung über die zunftmäßig organisierten Barbiere Venedigs wurden ihre Pflichten festgelegt. Dieses umfasste Aderlass, Zahnextraktion und weitere zahnärztliche Eingriffe. Ein Steinrelief aus dem 13. Jahrhundert an San Marco zeigt Barbiere beim Arbeiten am Bart und Gebiss.
Barbiere (oder Bartscherer) entwickelten sich wohl aus Badehauspersonal und spezialisierten sich auf bestimmte Aufgaben. Eine frühe Erwähnung findet sich 1397 in einem Amtsbrief in Köln. Barbierzünfte sind ab Mitte des 15. Jahrhunderts in den Hansestädten belegt: 1457 in Danzig, 1480 in Lübeck, 1486 in Hamburg.
Man nannte Barbiere auch Trockenscherer, da sie – im Gegensatz zu Bademeistern – kein Warmbad anboten. Da Männer und Frauen im Warmbad nackt waren, konnten Krankheiten leicht übertragen werden. Bader galten aus Sicht der Barbiere als wenig angesehen. Barbiere pflegten Haare, führten Rasuren durch und behandelten Verletzungen. Viele von ihnen nutzten Bücher zur Weiterbildung und praktizierten Zahnzug, Blutentnahme und Salbenherstellung.
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