
Die Haarfärbetechnik Balayage (vom französischen „balayage“ = Kehren oder Fegen) ist eine moderne Methode der Haarfärbung, die vor allem in den späten 2010er Jahren populär wurde. Nicht nur die Technik selbst, sondern auch das Frisurenbild trägt diesen Namen.
Im Gegensatz zu traditionellen Verfahren, wo das gesamte Haar gleichmäßig koloriert oder feine Strähnchen mit Folien gefärbt werden, wird die Farbe bei Balayage manuell und künstlerisch mit dem Pinsel eingearbeitet.
Gefärbt werden vor allem Haarlängen und -spitzen, der Ansatz bleibt naturbelassen, was zu einem besonders natürlichen, weichen Farbverlauf führt. Durch den Verzicht auf Ansatzfärbung entsteht kein sichtbarer Nachwuchs.
Eine weitere Besonderheit liegt in der Möglichkeit, mehrere Farbtöne gleichzeitig zu verwenden, was den Effekt von Licht und Schatten verstärkt und Konturen betont.
Grundsätzlich eignet sich Balayage für jede Haarlänge, bei der ein Verlauf erkennbar wird. Sogar bei Kurzhaarfrisuren wie einem langen Pixie ist ein Farbverlauf möglich. Typischerweise sieht man Balayage bei Schulter- bis Taillenlangem Haar.
Ursprünglich stammt Balayage aus Frankreich, wo Friseure bereits früh mit der Freihandtechnik experimentierten. Zur Trennung behandlungsfreier und kolorierter Strähnen kamen anfangs Wattepads zum Einsatz.
In den USA verbreitete sich Balayage um 2010, besonders an der Ostküste, wo Prominente und Influencer den Look populär machten.
Kopfhaarverlängerung ist der Sammelbegriff für Techniken, bei denen eigenes Haar mit zusätzlichen Strähnen verlängert und verdichtet wird. Der englische Fachbegriff lautet Hair Add‑Ons. In Deutschland wird diese Dienstleistung hauptsächlich von Friseuren angeboten, da die Handwerkskammern bestimmte Bestimmungen vorgeben. In einigen Bundesländern können auch Nicht‑Friseur:innen unter bestimmten Bedingungen eine befristete Erlaubnis zur Ausführung erhalten.
Es existieren diverse Arten von Haar, die zur Verlängerung genutzt werden. Am hochwertigsten ist unbehandeltes, europäisches Schnitthaar. Dieses stammt häufig aus osteuropäischen Ländern wie der Ukraine oder Belarus. Weil europäisches Haar rar ist, greift man in den meisten Fällen auf indisches Haar zurück. Dieses wird chemisch so aufbereitet, dass es farblich zu europäischen Haaren passt. Dabei wird das Haar zuerst gebleicht, damit es die ursprüngliche Farbe verliert, und dann mit gewöhnlicher Textilfarbe gefärbt. Das Haar behält die Farbe dauerhaft stärker als bei manchen Oxidationsverfahren.
Indisches Haar ähnelt dem europäischen Haar in der Konsistenz am meisten. Die ähnliche Querschnittsform sorgt für ein vergleichbares Griffgefühl wie bei europäischen Haaren. Indien liefert große Mengen an Haar, da dort traditionell hinduistische Pilger ihr Haar als Opfergabe darbringen. Der Begriff „Tempelhaar“ leitet sich von dieser religiösen Praxis ab.
Die Anforderungen an hochwertiges Echthaar für Extensions sind hoch. Nur wenn Spitzen und Wurzeln korrekt ausgerichtet sind, bleibt die Struktur geschützt. So bleibt das Haar geschmeidig, geschützt und qualitativ hochwertig. Die ursprüngliche Farbe sollte möglichst bestehen bleiben, damit nicht zu viele Farbschichten entstehen. Dieses hochwertige Material nennt man Remi‑ oder Remy‑Haar. Selbst qualitativ geringer eingestuftes Haar wird weiterverarbeitet. Diese Varianten tragen eine entsprechende Qualitätsbezeichnung. Die Behandlung mit Säure sorgt dafür, dass das Haar beim Bürsten nicht fluffig oder toupiert wirkt. Henna, eine pflanzliche Färbung, greift das Haar weniger an, macht es aber schwer aufzuhellen. Aus diesem Grund wird solches gefärbtes Haar ebenfalls als qualitativ geringer eingestuft.
Stylist und Haarprofi ist ein anerkannter Ausbildungsberuf im österreichischen Handwerk. Die gesetzliche Berufsbezeichnung lautet Friseur:in und Perückenmacher:in, auch Stylist:in genannt.
Weitere Titel sind Coiffeur/Coiffeuse, FrisörIn, Friseuse, Haarstylist:in, auch in Englisch: Hairdresser and Wigmaker (Stylist).
Heutzutage bezeichnet Stylist die Grundausbildungen in Frisieren und Tressieren, erweitert um Make-up, Hautpflege und Nageldesign. Dazu gehören Schminken, das Färben und Formen von Augenbrauen und Wimpern.
Freundliches Verhalten, ein gutes Erscheinungsbild und höfliches Auftreten sind Grundvoraussetzungen, ebenso Modebewusstsein, Handgeschicklichkeit und Fingerfertigkeit. Gestalterische Grundfähigkeiten sind ebenso gefragt wie Kontaktstärke, Sprachgewandtheit und selbstständiges Arbeiten.
Eine robuste Haut ist Voraussetzung, aufgrund des Umgangs mit chemischen Präparaten, die empfindliche Haut beanspruchen. Hinzu kommt, dass der Beruf ständiges Stehen erfordert.
Ein Haarpflegespezialist auch bekannt als Frisör in der Schweiz als Coiffeur bezeichnet, ist eine Fachkraft für die Pflege des Kopfhaares und das Design von Haarformen. Ein Friseur mit besonderem künstlerischen Anspruch wird häufig als Hairstylist bezeichnet.
Im D-A-CH-Raum gilt der Beruf vorwiegend als eine Frauendomäne. Damals lag der Frauenanteil bei Ausbildung sowie Ausübung im Beruf bei mehr als vier Fünftel. Hierzulande stieg der Männeranteil bei Ausbildungsverträgen im Friseurhandwerk mit Stand 2023 auf 34 Prozent.
Der Begriff „Friseur“ stammt aus dem Französischen, wo das Verb friser so viel wie „kräuseln“ oder „zwirbeln“ bedeutet. Im Deutschen ist die Bezeichnung seit Ende des 17. Jahrhunderts verbreitet. Kurioserweise war der Begriff im Französischen kaum üblich und ist aus dem Sprachgebrauch verschwunden; im Französischen heißt der Beruf – wie auch in der Deutschschweiz – Coiffeur (aus franz. coiffer „frisieren“).
Die offizielle weibliche Form der Berufsbezeichnung ist in Deutschland Friseurmeisterin, in der Schweiz Coiffeuse. Ursprünglich lautete die Bezeichnung in Deutschland Friseuse. Die Duden erklärt, dass die Bezeichnung Friseuse nur noch in der Umgangssprache gebraucht wird und als abwertend gilt; die gültige Bezeichnung lautet Haarfachfrau. Heute wird in Deutschland auch der Begriff Stylistin verwendet. Frühere deutsche Begriffe waren Haarkräusler. Ein Barbier ist typischerweise ein Friseur für Herren.
In Anlehnung an zwei klassische Komödien wird die Bezeichnung der Name Figaro mitunter als Bezeichnung für einen Friseur verwendet. Beide Komödien – Der Barbier von Sevilla und die Komödie Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit – wurden als Vorlage für Opern umgesetzt: Der Barbier von Sevilla von Gioacchino Rossini und Wolfgang Amadeus Mozarts Le nozze di Figaro.
Über viele Jahre nannten sich Friseursalons in Deutschland hauptsächlich nach dem Betreiber. Ab etwa 2000 wurden, vor allem in urbanen Zentren, Salonnamen mit Wortspielen beliebt, zum Beispiel „Vier Haareszeiten“. Einige Friseursalons unterscheiden – basierend auf der Erfahrung – unterschiedliche Leistungsstufen, die sich für die Kunden in höheren Preisen widerspiegeln.
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