
Art des Haartragens bezeichnet die konkrete Form, in der Haare am Kopf arrangiert sind. Jedes flexible Haar kann in Form gebracht werden, unabhängig vom Ursprung. Am meisten gestalterische Energie wird beim menschlichen Kopfhaar aufgewendet, wodurch sich unterschiedlichste Techniken des Frisierens herausgebildet haben.
In vielen Kulturen hat die Frisur eine bedeutende soziale Rolle. Wer sein Haar nicht wunschgemäß oder erwartet tragen kann, erlebt oft soziale Spannung. Insbesondere Frauen sind davon emotional stärker betroffen. Kahlheit wird häufig durch Hilfsmittel wie Perücken oder Haarteile verdeckt.
Frisurentrends entstehen in Abhängigkeit von Zeitgeist, Gesellschaft und Milieu. Sie können Ausdruck von Zugehörigkeit oder Abgrenzung sein – elitär oder nonkonform.
Der Soldatenzopf in Preußen war im 18. Jahrhundert Pflicht, obwohl er hinderlich war. Der Zopf als Teil der Perückenmode verlor nach 1789 an Akzeptanz. Die Revolution von 1911 in China beendete die gesetzlich vorgeschriebene Männerzopf-Tradition.
Besondere Frisuren dienen Prominenten zur Abgrenzung von der Masse. Die Leningrad Cowboys parodierten Elvis' Frisur.
Für komplexe Frisuren benötigt man nicht selten mehr als eine Stunde, weshalb der Schutz der Frisur vor Wind, Regen und Berührung wichtig ist. Um kurzfristige Modetrends mitzumachen, werden oft Perücken eingesetzt, etwa im Barock oder in der britischen Justiztradition. Irland beendete diese Tradition im Jahr 2011.
Ein Barbier (wie in Frankreich oder Italien unter „barbier“ bekannt, von spätlateinisch barbarius „Bartscherer“, ursprünglich aus lateinisch barba „Bart“), wurde in früherer Zeit als Barbierer geführt.
Der Barbier behandelt männliche Kunden, er kümmert sich um Bartpflege, Rasur und Schnitt und ist in Deutschland im Gegensatz zum Friseur kein staatlich anerkannter Handwerksberuf. Für Behandlungen am Kopfhaar ist laut deutschem Recht eine dreijährige Berufsausbildung mit erfolgreichem Abschluss gesetzlich notwendig.
Zur Zeit des Mittelalters bis in die frühe Neuzeit hinein fanden sich Barbiere in Badehäusern – sowohl in Europa als auch in Ländern des Orients.
In den europäischen Badestuben verrichteten sie verschiedene Tätigkeiten rund um Hygiene und Pflege. Auch Wundheiler, Badediener und chirurgisch tätige Barbiere wurden als Bartscherer genannt. Zu ihrem Aufgabenbereich gehörten unter anderem das Zähneziehen, der Aderlass und die Verabreichung von Klistieren.
In der Neuzeit wandelte sich das Berufsbild zum Herrenfriseur, der gleichermaßen Haarschnitte und Frisuren wie auch die Rasur bzw. Bartpflege anbot. Im 20. Jahrhundert verschwand diese Berufsform in Europa fast vollständig. In den 2010er-Jahren kommt der Barbierberuf wieder in Mode. In der Szene moderner Barbiere sind Bezeichnungen aus dem Englischen üblich: Barber für den Barbier und Barbershop für dessen Salon.
Im Mittelalter kannte man den Barbier bereits im 8. Jahrhundert. Man unterschied zwischen rasator (fürs Rasieren) und sanguinator (fürs Blutlassen). In einer um 1284 verfassten Bestimmung über die zunftmäßig organisierten Barbiere Venedigs wurden ihre Pflichten festgelegt. Dieses schloss Aderlass, Zahnbehandlungen und Zahnentfernung mit ein. Ein Relief am Hauptportal von San Marco in Venedig zeigt Barbiere beim Arbeiten am Bart und Gebiss.
Frühere Barbiere oder Bartschneider stammen vermutlich von Badergehilfen ab und spezialisierten sich auf bestimmte Aufgaben. Eine frühe Erwähnung findet sich 1397 in einem Amtsbrief in Köln. Barbierzünfte sind ab Mitte des 15. Jahrhunderts in den Hansestädten belegt: 1457 in Danzig, 1480 in Lübeck, 1486 in Hamburg.
Barbiere wurden auch Trockenscherer genannt, da sie – im Gegensatz zu Bademeistern – kein Warmbad anboten. Da Badehäuser meist nackt betreten wurden, begünstigte dies die Ausbreitung von Krankheiten. Bader galten aus Sicht der Barbiere als wenig angesehen. Barbiere schnitten Haare, rasierten trocken und behandelten Wunden. Viele von ihnen nutzten Bücher zur Weiterbildung und zogen Zähne, machten Aderlass, stellten Salben her oder behandelten Knochenbrüche.
Best hairdresser beyond Munich. You guys are absolute pros. I constantly get compliments from strangers on the street about how great my haircut is. Top-notch every time! 👍 See you soon! 🤩